Die ehrliche Antwort ist: Das hängt davon ab. Ein Ei ist gar, wenn sein Inneres eine
bestimmte Temperatur erreicht hat, und wie lange die Wärme von der Schale bis dorthin
braucht, entscheidet sich an vier Dingen: an der Masse des Eis, an seiner
Anfangstemperatur, an der Temperatur des kochenden Wassers und daran, wie gar du es
haben willst.
Genau diese vier Größen stecken in der Formel, mit der der Ei-Rechner arbeitet. Das
Ergebnis sind keine geraden Minuten, sondern Zeiten wie 4:54 oder 7:47; die
Physik rundet nicht auf.
Weich, wachsweich, hart
Der Unterschied zwischen den drei Garstufen ist die Kerntemperatur, die das Ei am Ende
erreicht haben soll:
-
Sehr weich. Das Eigelb bleibt flüssig, das Eiweiß ist gerade
gestockt. Das klassische Frühstücksei zum Auslöffeln.
-
Weich. Wachsweich: außen fest, in der Mitte noch cremig. Der
Mittelwert zwischen den beiden anderen Stufen.
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Hart. Durchgestockt, wie fürs Salat- oder Osterei.
Warum die Höhe zählt
Wasser kocht nicht immer bei 100 °C, sondern nur auf Meereshöhe. Je höher du bist,
desto niedriger der Luftdruck und desto früher fängt das Wasser an zu blubbern, auf
1000 Metern schon bei rund 96,7 °C. Das Wasser ist dann also kälter, obwohl es kocht,
und das Ei braucht länger. Deshalb misst die App die Höhe, statt mit 100 °C zu rechnen.
Und der Rest ist Handwerk
Ei ins sprudelnde Wasser legen, Timer stellen, nach der angezeigten Zeit
herausnehmen und sofort kalt abschrecken, sonst gart die Restwärme weiter und aus dem
wachsweichen Ei wird beim Frühstück doch noch ein hartes. Der Ei-Rechner ist kostenlos,
läuft ab iOS 15 und braucht weder Konto noch Internetverbindung.